Emmi Pikler und ihre Methodik

Die ungarische Kinderärztin und Lehrerin Emmi Pikler wurde 1902 in Wien geboren. 1946 gründete sie in Budapest ein Waisenhaus, in dem sie ihre Methodik zur Erziehung von Waisenkindern eingeführt hat. Die Anwendung dieses pädagogischen Systems hat zu beeindruckenden Ergebnissen geführt. Piklers Ideen, mit denen sie vor über 50 Jahren die Erziehung von Kindern revolutioniert hat, werden heutzutage immer relevanter und werden in verschiedenen Ländern der Welt angewandt.


(Quelle: www.piklerinternational.com)

Laut Emmi ist ein Kind in keinem Alter ein Gefäß, das ein Erwachsener mit seinem eigenen Wissen und Können füllen sollte. Sie war überzeugt, dass ein Kind in jedem Alter ein vollwertiger Freund eines Erwachsenen und zur Zusammenarbeit bereit ist. 

Im ersten Lebensjahr wirkt das Kleinkind hilflos und unfähig Initiative zu zeigen. Doch Kinder können sehr wohl zeigen, was sie wollen, was ihnen gefällt und was nicht. Ein Neugeborenes kann viel mehr als Erwachsene annehmen und ihre Überfürsorglichkeit kann das Kleinkind behindern. Die Hauptaufgabe eines Erwachsenen besteht darin, zu lernen, die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes zu sehen und zu respektieren. Es ist notwendig, dem Kind die Möglichkeit zu geben, sich selbstständig zu entwickeln. Die Aufgabe der Eltern ist es, ein geeignetes Umfeld zu schaffen, das die natürliche und selbstständige Entwicklung fördert. Sie müssen Fehler machen können, um aus ihnen zu lernen und die Selbstlernfähigkeiten zu aktivieren. 

Emmi Pikler starb 1984 im Alter von 80 Jahren. Die nach ihr benannte Organisation „A Pikler Házról“ ist seit 1946 erfolgreich tätig (www.pikler.hu). Die Liste der Vertreter der Organisation in verschiedenen Ländern der Welt wächst ständig (siehe Liste auf dem Link).

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